Wie hoch sollte der Notgroschen für Single und Familie sein?
Der Notgroschen sollte in der Schweiz 3–6 Monatsausgaben decken — für Singles mit sicherem Job eher am unteren Rand (3–4 Monate), für Familien und bei unsicherem Einkommen eher am oberen (6 Monate). Das Geld gehört auf ein jederzeit verfügbares Sparkonto, nicht ins Depot.
📊 Empfohlene Höhe: 3–6 Monatsausgaben
Richtwerte im Vergleich
| Gruppe / Situation | Richtwert |
|---|---|
| Single, sichere Anstellung | 3–4 Monatsausgaben |
| Paar, zwei Einkommen | 3–4 Monatsausgaben |
| Familie, ein Haupteinkommen | 6 Monatsausgaben |
| Selbstständige / unsicheres Einkommen | 6–12 Monatsausgaben |
Warum die Höhe von der Situation abhängt
Der Notgroschen soll unerwartete Ausgaben und Einkommensausfälle überbrücken — wie viel nötig ist, hängt vom Risiko ab. Ein Single mit sicherer Anstellung und ohne Unterhaltspflichten kommt mit 3–4 Monatsausgaben aus. Eine Familie, die von einem Haupteinkommen lebt, trägt ein grösseres Risiko und sollte eher 6 Monatsausgaben zurücklegen — ein Jobverlust trifft hier härter und die Fixkosten (Wohnung, Kinder) laufen weiter. Selbstständige mit schwankendem Einkommen brauchen den grössten Puffer. Der Notgroschen bemisst sich immer an den eigenen Monatsausgaben, nicht am Einkommen.
Wo der Notgroschen liegen sollte
Der Notgroschen hat eine einzige Aufgabe: jederzeit verfügbar sein, wenn etwas passiert. Deshalb gehört er nicht ins Wertschriftendepot (wo er bei einem Börsentief genau dann weniger wert wäre, wenn man ihn braucht) und nicht in gebundene Vorsorge (3a). Der richtige Ort ist ein separates, jederzeit verfügbares Sparkonto — bewusst getrennt vom Alltagskonto, damit man nicht darauf zugreift. Die tiefe Verzinsung ist der Preis für die Sicherheit und Verfügbarkeit; beim Notgroschen zählt nicht Rendite, sondern Verlässlichkeit.
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Soll ich zuerst den Notgroschen oder die Säule 3a aufbauen?
Zuerst den Notgroschen. Er ist das finanzielle Fundament — ohne ihn führt eine unerwartete Ausgabe schnell zu Schulden. Erst wenn der Notgroschen steht, folgen 3a und Depot.
Gehört der Notgroschen ins Depot für mehr Rendite?
Nein. Der Notgroschen muss jederzeit und in voller Höhe verfügbar sein — im Depot wäre er bei einem Börsentief genau dann geschmälert, wenn man ihn braucht. Er gehört auf ein sicheres Sparkonto.
Wie berechne ich meine nötigen Monatsausgaben?
Addiere alle monatlichen Fixkosten und den Durchschnitt der variablen Ausgaben — also was du tatsächlich zum Leben brauchst. Multipliziert mit der empfohlenen Monatszahl ergibt das deinen Notgroschen-Zielbetrag.
Gründer Innopulse Consulting GmbH · Autor «Identity Over Discipline» · Betreiber BudgetHub.ch